Wenn Kunst ins Fließen kommt
Nachbericht zur Vernissage des „Wasserdeckel 2026“ in Linz
Wie ein freifließender Fluss darf auch Wasser immer wieder neue Wege finden. Es sucht sich neue Räume, verbindet Orte, Menschen und Geschichten. Und manchmal fließt es sogar in die Kunst.
Mit der Kunstausschreibung zum „Wasserdeckel 2026“ hat Pure Water for Generations e. V. Künstler:innen aus ganz Europa eingeladen, ihre persönliche Verbindung zur Donau sichtbar zu machen. Die Ausgangssituation war für alle gleich: unser weißer, runder Wasserdeckel in Bierdeckelgröße. Doch was darauf entstand, war so vielfältig wie das Wasser selbst.
Mehr als 300 Künstler:innen aus zehn Ländern haben sich am Wettbewerb beteiligt. 33 Arbeiten wurden für die Ausstellung ausgewählt. Jede von ihnen erzählt auf ihre Weise vom Wasser: von Erinnerung und Bewegung, von Verantwortung und Zukunft, von Schönheit, Verletzlichkeit und Lebendigkeit.
Am 5. und 6. Juni 2026 wurden die ausgewählten Arbeiten im Rahmen der Vernissage und Ausstellung im Raumschiff in Linz präsentiert. Rund 80 Gäste kamen zusammen, um die Wasserdeckel zu sehen, miteinander ins Gespräch zu kommen und den Gewinner-Wasserdeckel 2026 zu feiern. Es war ein Abend, an dem vieles zusammenfließen durfte: Kunst und Engagement, Rückblick und Ausblick, Freude und Nachdenklichkeit.
Ein Sprung in die Donau
Ausgezeichnet wurde die Künstlerin Julia Ostermeier aus Regensburg. Ihr Motiv zeigt Kinder, die voller Freude in die Donau springen. Es erzählt von Kindheitstagen am Wasser, von Heimatgefühl und von dem Wunsch, dieses Naturerlebnis für kommende Generationen zu bewahren.
Die Jury überzeugte besonders die Kraft der Botschaft, die in diesem Bild liegt. In ihrer Begründung heißt es:
„Freude, aber auch Mut trägt das Bild in sich und überträgt sich auf die Betrachtenden. Bei manchen vielleicht auch die Erinnerung an den eigenen letzten Sprung oder an den kommenden. Das Bild hält in der Bewegung inne. Es offenbart eine weitergedachte und empfundene Vorwärtsbewegung. Ein Sich-aus-der-Balance-Begeben und über eine unsichtbare Grenze Hinwegbewegen. Das Mögliche wagen. Im übertragenen Sinne zeigt sich ein freudvoller, gewissenhafter und mutiger Sprung in die Zukunft. Ein trefflicher Leitgedanke für unser Wasseranliegen.“
Julia Ostermeier erhält ein Preisgeld von 2.000 Euro. Ihr Gewinner-Wasserdeckel wurde in einer Auflage von 5.000 Exemplaren gedruckt und macht sich nun auf den Weg zu vielen Menschen, Orten und Gesprächen rund um das Wasser.
Ein Abend des Zusammenfließens
Neben der Preisverleihung bot die Vernissage am 5. Juni auch Raum für Begegnung und Austausch. Künstler:innen, Gäste, Unterstützer:innen und das Team von Pure Water for Generations e. V. kamen miteinander ins Gespräch. Es wurde betrachtet, erzählt, angestoßen und innegehalten.
Gerade dieses Innehalten ist für unseren Verein wichtig. Seit 2017 ist viel entstanden: aus einer Reise auf der Donau bis zum Schwarzen Meer wurde eine Vision. Aus dieser Vision wurde ein Verein. Aus dem Verein wurden die Wassertage, viele Begegnungen mit jungen Menschen am Wasser und nun auch diese berührende Kunstaktion.
Der Abend in Linz war deshalb auch ein gemeinsamer Moment des Zurückblickens und Weitergehens. Ein Abend, der gezeigt hat: Wenn Menschen ihre Ideen, ihre Kunst und ihre Verbindung zum Wasser teilen, entsteht etwas, das weiterfließt.
Der Wasserdeckel geht auf die Reise
In diesem Jahr werden rund 4.000 Schüler an 85 Wassertagen in Deutschland und Österreich den Gewinner-Wasserdeckel von Julia Ostermeier mit nach Hause nehmen. Er wird sie an ihren Tag am Wasser erinnern und auch an die Frage, was es bedeutet, mutig in die Zukunft zu springen.
Denn genau darum geht es bei Pure Water for Generations: um eine neue Beziehung zum Wasser. Um Wissen, Achtsamkeit und Verantwortung. Um die Freude, Teil der Natur zu sein. Und um den Mut, gemeinsam neue Wege zu gehen.
Die 33 originalen Wasserdeckel können für jeweils 333,33 Euro inklusive Rahmung erworben werden. Jedes Stück ist ein einmaliges Unikat. In der Broschüre der Ausstellung können alle Arbeiten noch einmal angesehen werden. Alle Wasserdeckel, die noch nicht zu einem neuen Besitzer oder einer neuen Besitzerin „weggeflossen“ sind, sind weiterhin verfügbar. Bei Interesse genügt eine Nachricht an pascal@pwfg.blue.
MAHALO an alle Künstler:innen, die sich mit ihren Arbeiten am „Wasserdeckel 2026“ beteiligt haben. An alle Gäste, die diesen besonderen Abend im Raumschiff in Linz mit uns geteilt haben. Und an alle Menschen, die unser Wasserbotschaften weitertragen.






























