Wenn der Wind von allen Seiten weht
Was verbindet einen See in Hamburg, einen in Hessen und einen in Oberösterreich? Der Mut, sich einzulassen.
🌬️ In Hamburg begann der erste norddeutsche Wassertag mit Rückenwind – im wahrsten Sinne des Wortes. Zwei achte Klassen der Stadtteilschule Walddörfer radelten sportlich zum Bredenbeker Teich, einem überraschend stillen Ort, nur wenige Kilometer von ihrer Schule entfernt. Für viele war es das erste Mal dort – und der Teich wurde zur Entdeckung. Kräftige Böen peitschten über das Wasser, das SUPen musste aus Sicherheitsgründen entfallen. Und doch: Die Jugendlichen stürzten sich mit Begeisterung ins Wasser, erkundeten die Stationen, fanden ihren Weg zwischen Wind, Wellen und Lachen. Orte wie dieser brauchen unsere Aufmerksamkeit – weil sie Schutzräume sind: für Natur, für Gemeinschaft und neue Perspektiven.
🌲 Auch an der Krombachtalsperre im Naturpark an der Grenze von Rheinland-Pfalz und Hessen war der Wind unser Begleiter. Doch das hielt niemanden ab – nicht die Schülerinnen und Schüler der GMS Neunkirchen, nicht die Schulleiterin, nicht die Volunteers von der Hering Gruppe. Ein verspielter Labrador namens Boddy begrüßte uns am Morgen, die Natur ringsum: sattgrün, lebendig, voller Vogelstimmen. In den Feedbacks schrieben die Kinder von Erkenntnissen, Erlebnissen und neuem Mut. Einer verlor sogar für einen Moment seine Rückenschmerzen, ein anderer fand den Wunsch, sich künftig für Wasser einzusetzen.
☀️ Und dann war da noch der Mondsee in Oberösterreich. Ein vertrauter Ort, an dem uns Lehrer:innen und Schüler:innen der Sportmittelschule Mondsee herzlich begrüßten und uns von vergangenen Wassertagen wiedererkannten. Das Wasser war klar, die Stimmung offen, das Team gewachsen. Über 60 Kinder erlebten den See mit Achtsamkeit, Freude und einem kräftigen Schubs: Einige warfen uns Wassermentoren mit einem liebevollen Lachen ins Wasser. Müll vom Wochenende wurde gesammelt, Fische beobachtet, die Vision von Pascal bejaht. Und als ein Donner über dem See grollte, endete dieser Tag mit ein paar Tropfen Regen auf warmen Gesichtern.
🌊 The water we met
Der Bredenbeker Teich liegt vor den Toren Hamburgs – unscheinbar und doch verbunden mit der Welt: Über die Bredenbek, die Alster und die Elbe gelangt sein Wasser bis in die Nordsee.
Auch die Krombachtalsperre im Westerwald ist Teil eines weiten Flusssystems. Ihr Abfluss, der Rehbach, fließt über die Dill, die Lahn und den Rhein – und erreicht ebenfalls die Nordsee.
Der Mondsee in Oberösterreich dagegen schlägt einen anderen Bogen: Über Seeache, Attersee, Ager, Traun und Donau wandert sein Wasser bis zum Schwarzen Meer.
Drei Seen – drei Richtungen. Und doch dasselbe Prinzip: Nichts bleibt stehen. Alles fließt. Was heute ein Tropfen am Ufer ist, wird morgen Teil des großen Ganzen.
💬 Quote of the day
„Sauberes Wasser ist flüssiges Gold“ – stand auf einem Lieferwagen, der uns am Morgen begegnete.
💭 Thought of the day
Wenn der Wind kommt, lernen wir das Gleichgewicht.
Und wenn wir ins Wanken geraten, erinnert uns das Wasser daran, dass es uns trägt.
🙏 MAHALO an die Hering Stiftung, die Sparkasse Oberösterreich und die Sparda Bank Hamburg, die diesen dreifachen Wassertag durch ihre tatkräftige Unterstützung möglich gemacht haben – und an alle Schüler:innen, die an diesen drei Orten dem Wasser offen, neugierig und mutig begegnet sind. Denn jeder Tropfen, der sich bewegt, erzählt von einem Anfang.



























